Alfred Andersch: Vater eines Mörders by Stefan Schallenberger

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By Stefan Schallenberger

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Vaterland.

Hitler hat den Krieg gewonnen - Nazideutschland beherrscht ganz Europa. Das ist das Horrorszenario in Robert Harris' frivolem Politthriller.

Dreizehn bei Tisch

Mehr als einmal hat woman Jane ihren Gatten, Lord Edgware, zur Hölle gewünscht. Doch als der Haustyrann eines Tages tot in seiner Bibliothek aufgefunden wird, beschleicht Meisterdetektiv Hercule Poirot der Verdacht, dass guy ihn auf eine falsche Fährte locken will. Denn welches Motiv soll girl Jane gehabt haben, da Lord Edgware doch kurz vor seinem Tod in die Scheidung eingewilligt hat?

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Diskutieren Sie folgenden Befund von Gerd Fuchs: »Mit Ausnahme einer Rückblende und ei­ ner Vorausblende beschreibt Andersch einzig diese Schul­ stunde. Er beschreibt eine Folterung. Er beschreibt, was zweihundert Jahre lang und mindestens bis in meine eigene Schulzeit (denn ebensolche Schulstunden habe ich jahrelang erlebt) Normalität war. Lernen als organisiertes Entsetzen, Lehren als staatlich sanktionierter Sadismus. Eine Null mit dem Titel Studienrat bläht sich bis zu lächerlicher und gleichzeitiger grausiger Gottähnlichkeit auf, benutzt das Kostbarste, was sich Menschen an sprachlicher, musikali­ scher, bildnerischer und wissenschaftlicher Kultur erarbei­ tet haben, als Werkzeug, um Auspeitschungen vorzuneh­ men.

Diskutieren Sie:»Heinrich Himmler u. a. waren nicht 8. «33 1 t. Räumen Sie als )Leser von heute< dem Titel auch so gro­ ße Bedeutung ein? »Die eigentliche Provokation dieser Schulgeschichte liegt in ihrem Titel. Von der Erzählung selbst her gesehen ist er eine Denunziation. Denn der Por­ trätierte hat mit den politischen Zielen seines Sohnes, der als )der größte Vernichter menschlichen Lebens< in die Ge­ schichte eingehen wird, nichts gemein. Erst Anderschs Nachwort ruft die Zukunft von 1928 unmittelbar - als Ver­ gangenheit von heute - ins Bewußtsein.

Die Angst«, so der Titel eines weiteren Unterkapitels der autobiographischen Kirschen, lassen die Gedanken des Soldaten im nervenauf­ reibenden Garnisonsalltag, in dem Furcht und Tod ständig präsent sind, zusehends um Fahnenflucht und Freiheit kreisen. »Zwischen Angst und Angst, Mut, Vernunft und Mut treten die beiden anderen natürlichen Leidenschaft Eigenschaften des Menschen, Vernunft und Leidenschaft. Sie führen die Entscheidung, die er zwischen Mut und Angst zu treffen hat, herbei«11 und lassen den Ich-Erzähler, hinter dem Andersch sich autobio­ graphisch verbirgt, knapp ein Jahr vor Kriegsende in einer günstigen Situation in die Wildnis entkom­ men, wo sich das Ich als Selbst begreifen und »Kirschen ergreifen kann.

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